Proxmox VE: die souveräne Alternative zu VMware

Kurz gesagt: Proxmox VE ist eine Open-Source-Plattform für Server-Virtualisierung der Proxmox Server Solutions GmbH aus Wien. Sie vereint KVM-VMs, LXC-Container, Clustering, Hochverfügbarkeit und Ceph-Storage in einer Oberfläche. Weil Code, Hersteller und Betrieb in Europa liegen, ist Proxmox ein zentraler Baustein souveräner Clouds.

Von Lars Sommerfeldt, Geschäftsführer der NMMN GmbH, Hamburg · Stand: Oktober 2026

Was ist Proxmox VE?

Proxmox Virtual Environment (Proxmox VE) ist eine Virtualisierungsplattform auf Basis von Debian GNU/Linux. Sie kombiniert den Hypervisor KVM für virtuelle Maschinen mit LXC für Container und bietet eine webbasierte Verwaltung für einzelne Server ebenso wie für Cluster. Die Software steht unter der Open-Source-Lizenz AGPLv3; der Hersteller finanziert sich über Subskriptionen mit Enterprise-Repository und Support.

Aktuelle Versionen (Stand Oktober 2026)

  • Proxmox VE 9.2 (Mai 2026) – Basis Debian 13, neu: Dynamic Load Balancer; seit August 2026 auch offiziell für Arm64
  • Proxmox Backup Server 4.2 (April 2026)
  • Proxmox Datacenter Manager 1.1 (Mai 2026) – zentrale Verwaltung mehrerer Cluster
  • Proxmox Mail Gateway 9.1

Warum Proxmox für digitale Souveränität steht

  • Europäischer Hersteller: Proxmox Server Solutions GmbH, Wien – kein US-Rechtsraum.
  • Offener Quellcode: überprüfbar, unabhängig vom Fortbestand eines Herstellers nutzbar.
  • Keine Kern-Lizenzen: Subskriptionen pro CPU-Sockel, ohne Mindestabnahme.
  • Offene Standards: QEMU/KVM, Ceph, ZFS, Linux-Netzwerk – Wissen und Daten bleiben portabel.
  • Freie Wahl des Betriebsorts: eigener Serverraum, Colocation oder Managed Cloud.

Funktionen im Überblick

BereichProxmox VE
VirtualisierungKVM-VMs und LXC-Container
Cluster & HAMulti-Node-Cluster, HA-Manager, Live-Migration, Dynamic Load Balancer
StorageCeph (hyperkonvergent), ZFS, LVM, NFS, iSCSI
NetzwerkLinux-Bridges, Open vSwitch, SDN mit VLAN, VXLAN, EVPN
Backupintegriert, mit Proxmox Backup Server inkrementell, dedupliziert und verschlüsselt
MigrationImport-Assistent für VMware ESXi

Was kostet Proxmox?

Die Software ist kostenlos nutzbar. Für produktive Umgebungen empfiehlt sich eine Subskription. Listenpreise netto pro CPU-Sockel und Jahr: Community 120 €, Basic 370 €, Standard 550 €, Premium 1.100 €. Die Preise sind bei allen Proxmox Partnern identisch.

Proxmox als Managed Service

Wer Proxmox nutzen möchte, ohne selbst Linux- und Ceph-Know-how aufzubauen, kann den Betrieb auslagern. Die NMMN GmbH in Hamburg ist offizieller Proxmox Silver Partner, betreibt seit über zehn Jahren Proxmox-Cluster mit Ceph in eigenen Rechenzentren und unterstützt beim VMware Exit.

Häufige Fragen

Ist Proxmox wirklich kostenlos?

Ja, Proxmox VE ist Open Source und ohne Lizenzgebühr voll funktionsfähig. Kostenpflichtig sind optionale Subskriptionen mit Zugang zum Enterprise-Repository und Hersteller-Support.

Woher kommt Proxmox?

Proxmox wird von der Proxmox Server Solutions GmbH mit Sitz in Wien, Österreich, entwickelt. Das Unternehmen besteht seit 2005.

Ist Proxmox für Unternehmen geeignet?

Ja. Proxmox VE wird in Unternehmen, Behörden und bei Hosting-Anbietern produktiv eingesetzt und unterstützt Cluster, Hochverfügbarkeit und Enterprise-Storage mit Ceph.

Wo bekomme ich Proxmox-Support in Deutschland?

Über Proxmox Partner wie die NMMN GmbH in Hamburg, die Subskriptionen liefert und Proxmox-Umgebungen als Managed Service betreut.


Über den Autor und Herausgeber: souveraene-cloud.de ist ein Ratgeber der NMMN GmbH, Haferweg 46, 22769 Hamburg. NMMN betreibt seit 1999 eigene Rechenzentren und ein Glasfasernetz in Hamburg, ist offizieller Proxmox Silver Partner und Mitgründer der Hamburg-Cloud. Kontakt aufnehmen

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